Eine internationale Schule für die Region Osnabrück – Antrag Fraktion Bündnis 90/Die Grünen / Änderungsantrag der CDU/BOB-Gruppe zu TOP 4.7

Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt, die schulgesetzlichen Voraussetzungen und Möglichkeiten (Niedersächsisches Schulgesetz) für die Genehmigung einer internationalen Schule darzustellen. Darüber hinaus wird die Verwaltung beauftragt, unter Beteiligung möglicher Unterstützer aus Wirtschaft und Gesellschaft (IHK, HWK, Uni, Hochschule, Stiftungen und Landkreisen) sowie in Abstimmung mit der Landesschulbehörde zu prüfen, ob und unter welchen Bedingungen eine Internationale Schule in Osnabrück einzurichten wäre. Ein Zeitplan für eine mögliche Umsetzung ist dem Schul- und Sportausschuss vorzulegen.

Dabei sind

  • die mögliche inhaltliche Ausrichtung zu skizzieren, insbesondere unter Berücksichtigung international anerkannter Abschlüsse. Die Programme für derartige Abschlüsse sind im Einzelnen darzustellen und dahingehend zu überprüfen, wie deren Anforderungen vor Ort erfüllt werden können.
  • Kooperationspartner zu identifizieren.
  • mögliche Finanzierungswege aufzuzeigen.
  • etwaige Unterstützung aus der Wirtschaft, der Stiftungslandschaft und von anderen zu klären,
  • und darzulegen, wie das Schulangebot für alle interessierten Schülerinnen und Schüler geöffnet werden kann.
  • die bereits bestehenden weiterführenden Schulen dahingehend zu befragen bzw. einzubinden, inwieweit dort ein internationaler Schulabschluss, ggf. ergänzend, angeboten werden kann und dies von der jeweiligen Schule angestrebt wird.

Zudem sind mögliche Auswirkungen auf die oberzentrale Funktion der Stadt, auf die Region als Wirtschaftsstandort sowie auf die vorhandenen Bildungsangebote darzustellen.

Begründung des Änderungsantrages:

Weltweit bestehen bereits einige Programme für internationale Schulabschlüsse, die insbesondere auch von vielen Universitäten bzw. Hochschulen als Studienzugangsberechtigung sowie in vielen Ländern als vergleichbare Schulabschlüsse zur Berufsausbildung anerkannt werden.

Beispielsweise sei das International Baccalaurate (IB) genannt, das an anderen Internationalen Schulen, aber auch parallel an allgemeinbindenden Schulen in Deutschland und weltweit an mehreren tausend Schulen angeboten wird. Der Abschluss wird nahezu weltweit als Hochschulzugangsberechtigung anerkannt.

Auch in Deutschland wird das IB-Diplom bei entsprechender Fächerwahl gemäß Beschluss der Kultusministerkonferenz von 10.03.1986 in der Fassung vom 26.06.2009 als Hochschulzugangsberechtigung anerkannt.

Ein weiterer Vorteil der Etablierung eines derartigen internationalen Schulprogramms ist es, dass gerade auch Kinder, deren Familien nur für eine bestimmte Zeit in Osnabrück sind, durch den Besuch eines solchen Schulprogramms einen internationalen Schulabschluss aufgrund ihres vorherigen internationalen Schulbesuchs hier oder, wenn sie Osnabrück wieder verlassen, an einer anderen Internationalen Schule erlangen können, ohne Anerkennungsschwierigkeiten ihrer bisherigen Schullaufbahn.

In anderen Städten in Deutschland werden internationale Abschlüsse auch an allgemeinbildenden Schulen neben dem regulären deutschen Schulabschluss angeboten, beispielsweise dem Hermann-Böse-Gymnasium in Bremen, der Schillerschule in Hannover oder dem Gymnasium Paulinum in Münster. Möglicherweise hat auch in Osnabrück eine bereits bestehende Schule Interesse, an einem derartigen Programm teilzunehmen. Dies sollte mit den einzelnen Schulen und der Landesschulbehörde abgeklärt werden.

Deshalb sollte der Ursprungsantrag entsprechend ergänzt werden.

 

gez.  Dr. E. h. Fritz Brickwedde     gez.  Dr. Ralph Lübbe

CDU-Fraktionsvorsitzender          BOB-Fraktionsvorsitzender

 

 

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