Die BOB-Ratsfraktion sagt „NEIN“ zu Geisterspielen in der Bundesliga.

Dr. Ralph Lübbe, der für die BOB-Fraktion im Osnabrücker Rat sitzt, ist der Meinung,
solange systemrelevante Bereiche ohne Testungen und Ausrüstung auskommen müssen,
solange nicht ausreichend Hygiene- und Schutzmaterial (Masken, Schutzkittel und -brillen, Desinfektionsmittel) für die systemrelevanten Bereiche (Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen, Therapeuten etc.) zur Verfügung stehen, haben nicht zwingend erforderliche Direktkontakte komplett zu unterbleiben.

Denken wir nur kurz an das so bezeichnete „Fußballspiel Null“ in Italien zurück, auch in dessen mittelbarer Folge es zunächst in Italien zu massiv erhöhten Zahl der Erkrankten kam. Zum folgenden Geisterspiel (dem Rückspiel) ein Auszug aus der NOZ, „Spiel Null“ vom 24.03.2020: „Das Rückspiel am 10. März in Valencia (3:4) hatte bereits ohne Zuschauer und Journalisten stattgefunden, ein spanischer Journalist hatte sich in Italien zuvor mit dem Coronavirus angesteckt. Sechs Tage nach dem Rückspiel hatte Valencia mitgeteilt, dass 35 Prozent der Personen aus dem direkten Umfeld der Profimannschaft positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden seien.“ Am 10. März zeigte die Statistik drei Infizierte für Osnabrück und den Landkreis an.

Es gibt nicht ein einziges Argument, warum der Direktkontakt in der Unterhaltungsindustrie notwendig sein sollte, sagt sein BOB-Kollege im Rat, Thorsten Wassermann. Kein Fußballer sollte sich, zu so einem zum jetzigen Zeitpunkt unverantwortlichen Tun hinreißen lassen!

Hinzukommt, meint Dr. Lübbe, dass die bußgeldbewehrte 1,5 Meter-Abstandsregel für den Otto-Normalverbraucher ad absurdum geführt wird.

Sie wollen es nicht? Aber Sie binden Ressourcen, sagt Dr. Lübbe!
Solange auch nur darüber nachgedacht wird, Fußballer anstelle von Aufnahmeeinrichtungen mit 400 Bewohnern, Pflegeheimen, Arztpraxen und ähnliche Einrichtungen zu testen und mit Schutzmaterial zu versorgen, binden sie Ressourcen, die allen anderen fehlen.
Solange eine von zwei Krankenschwestern ungetestet in die Quarantäne geschickt wird, statt sie und den Rest der 400 Bewohner der Einrichtung zu testen, binden Sie Ressourcen!
Das Gegenteil zu behaupten, ist eine reine Show!

Auch Fußballer haben Verwandte und Freunde in Risiko- und Hochrisikogruppen, denen sie direkt und indirekt die Mittel nehmen, sich gegen den Virus zu wappnen. Thorsten Wassermann ist der Ansicht, dass Unterhaltungsindustrie kein Recht hat, leichtsinnig Menschenleben zu gefährden und Mitmenschen, die als Dienstleister oder Patienten im Gesundheitswesen unterwegs sind, die notwendige Ausrüstung weg zu fischen! Erschreckend ist, dass wir jetzt darüber überhaupt reden müssen.

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