375 Jahre Westfälischer Friede

Beschluss:

Die 375. Wiederkehr der Verkündung des Westfälischen Friedens am 24. Oktober 1648 ist für die Stadt im Jahr 2023 das zentrale Ereignis, das kulturell, politisch und historisch von überragender Bedeutung ist. Kaum ein anderes Ereignis hat das heutige Europa so stark geprägt, wie der damalige Friedensschluss, der bis zum heutigen Tage noch Auswirkungen hat und auch in Zukunft Friedenskräfte bei konfessionellen Auseinandersetzungen entfalten könnte.

Die Stadt Osnabrück wird das Ereignis des Friedensschlusses im Jahr 2023 angemessen feiern und mit allen Kräften unterstützen. Der Prozess mit externer Beratung muss sofort wiederaufgenommen werden.

Um die Schirmherrschaft sollte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gebeten werden, der schon 2016 in seinen Reden als Außenminister bei den Osnabrücker Friedensgesprächen und beim Deutschen Historikertag den Vorbildcharakter der Friedensverhandlungen zum Westfälischen Frieden für den Nahen Osten hervorgehoben hatte.

Die Aktivitäten gliedern sich in vier Schwerpunktbereiche:

  1. Politik: Außenministertreffen zum Thema Frieden, Treffen zu NGO Friedensaktivitäten
  2. Geschichte: internationaler Historikerkongress (ggf. Historikertag) zum Thema: „Westfälischer Friede als erfolgreiches Friedenskonzept“
  3. Kultur: Open Air Friedensfest in der Altstadt, Schauspieltruppen vermitteln in der Stadt die Friedensbotschaft, Steckenpferdreiten für alle Kinder, Graphic Novel. Die Stadt Osnabrück vergibt den Erich Maria Remarque Friedenspreis am 24. Oktober 2023.
  4. Finanzierung: mindestens 150.000 Euro in den nächsten 3 Jahren durch die Stadt Osnabrück sowie Einwerbung von Drittmitteln.
  5. Der Oberbürgermeister wird gebeten, alle Osnabrücker Stiftungen einzuladen, sich mit eigenen Projekten oder finanzieller Förderung an dem 375-jährigen Jubiläum zu beteiligen. Auch überregionale Stiftungen sollen um Unterstützung gebeten werden.

 

Begründung:

Das Projektbüro hatte bereits 2019 erste Aktivitäten für 2023 entwickelt. Durch die Kulturverwaltung sind jetzt jedoch die angedachten Realisierungsprozesse gestoppt worden. Das entspricht nicht dem politischen Willen der im Rat vertretenen Parteien. Es wäre der Bedeutung für die Stadt Osnabrück und der internationalen Bedeutung dieses Friedensereignisses nicht angemessen, dieses Jubiläum tatenlos verstreichen zu lassen.

In die Vorbereitung sollen im zweiten Schritt diejenigen eingebunden werden, die auch sonst mit diesem Thema beschäftigt sind, wie z. B. die Universität Osnabrück, das Staatsarchiv, die Deutsche Stiftung Friedensforschung, das Theater, Künstler und die Kirchen.

Ziel muss es sein, dass der Osnabrücker Friedensgedanke und der Weg dorthin bei den Menschen und der internationalen Öffentlichkeit im Jubiläumsjahr und darüber hinaus haften bleibt und dass das städtische Selbstverständnis „Frieden als Aufgabe“ zu sehen, gefestigt wird und neue Impulse bekommt. Deshalb werden auch entsprechende Finanzmittel zur Verfügung gestellt.

gez. Dr. E. h. Fritz Brickwedde        gez.  Dr. Ralph Lübbe

CDU-Fraktionsvorsitzender         UFO-Fraktionsvorsitzender

 

Link zum Antrag

Link zum Änderungsantrag

Menü schließen

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Unter anderem verwendet die Webseite Google Analytics. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies, zur Speicherung von personenbezogenen Daten sowie Hinweise zur Deaktivierung von Google Analytics erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen