Soziales Vermieten leicht gemacht

Beschluss:

Der Rat möge beschließen,

die Verwaltung richtet eine dauernde Anlaufstelle für Eigentümer ein, die leerstehenden Wohnraum – auch einzelne Wohnungen – haben und an der Stadt/Wohnungsgesellschaft WIO als Mieter/untervermietender Vermieter, interessiert wären. Als Mieter kommen zum Beispiel Alleinerziehende und Familien mit niedrigem Einkommen in Betracht.

Die Verwaltung wird beauftragt, zwei Gestaltungsmodelle vorzustellen

1. Vermietern wird eine zeitlich befristete Kooperation mit der Stadt/WIO als Verwalterin
angeboten. Diese übernimmt für den Zeitraum von zwei Jahren ggf. mit Verlängerungsoption stellvertretend die Funktion der Vermieterin/ des Vermieters. (Münchner Modell)

2. Die Stadt/ ggf. die WIO wird unbefristet Mieter und Vermieter (Untervermietung) von leerstehenden Wohnungen/Wohnraum. Wie könnte eine Vertragsgestaltung aussehen, die es ermöglicht, dass die Stadt Wohnraummiete dauerhaft als Untervermieter anbieten kann?

und zu prüfen:

– wo diese individuellen Vermietungs-Projekte in der Verwaltung angesiedelt werden können – z.B. bei der Kontaktstelle Wohnraum.

– ausgehend von 50 Wohnungen mit welchem Umfang bzgl. Mietausgaben und mit welchem Umfang bzgl. Mieteinnahmen sowie mit welchem Saldo zu rechnen ist.

– Mit welchen Kosten durch die Modelle sowie Versicherungen, Beratungsdienstleistungen zu rechnen ist.

– Wohnungsgesellschaften wie z.B. die WGO in den Kreis der Vermieter aufgenommen werden können.

Vgl. Gestaltung von Mietverhältnissen mit dem Frauenhaus in Osnabrück und
Münchner Modell IIb ab Seite 7,
https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/SITZUNGSVORLAGE/5154251.pdf

Sachverhalt:

In Osnabrück gibt es nach Schätzungen der Stelle für Wohnraumsicherung ca. 50-100 Wohnungen, die dem Wohnungsmarkt entzogen sind, weil Wohnungseigentümer das Vermieten nicht auf sich nehmen wollen. Insbesondere, weil sie vor der Belastung zurückschrecken oder Angst vor dem Risiko haben, an einen Mietnomaden zu gelangen.

Trotz des vermutlich hohen individuellen Aufwandes, sind wir der Ansicht, dass sich das Projekt unterstützt von Werbemaßnahmen lohnt. In München wird das Projekt gerade sogar auf Gesellschaften wie die WGO und Vonovia ausgeweitet.

Die Stadt tritt in Zukunft ohnehin mit der WIO als Vermieter auf und erhält mit einem oder beiden Modellen weitere Bausteine für den Werkzeugkasten als Vermieter. Kontakte zu Vermietern können verbessert werden und Netzwerke entstehen. Vielleicht entwickeln sich weitere Ideen.

Münchner Modell:

https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Sozialreferat/Wohnungsamt/Wohnungsbauprogramm/Soziales-Vermieten-leicht-gemacht.html#verfahren_8

https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/TOP/5191348.pdf

https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/SITZUNGSVORLAGE/5714367.pdf

https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/SITZUNGSVORLAGE/5860742.pdf

Vertragsgestaltung mit dem Osnabrücker Frauenhaus:

VO/2018/3113 Verträge mit dem Trägerverein Frauenhaus e.V.

gez. Dr. Ralph Lübbe

Fraktionsvorsitzender UFO

 

Link zum Antrag

Link zum Änderungsantrag mit wesentlicher Umformulierung zum Prüfantrag (einstimmig vom Rat angenommen)

 

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