B-Plan für ein ökologisches Gesamtkonzept in der Gartlage – Eilantrag i. S. v. § 31 Abs. 5 GO der Fraktionen von CDU und SPD – Änderungsantrag der UWG/UFO/bus-Gruppe

Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt, bis zur Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am 04.03.2021 einen klaren, verbindlichen Zeit- und Maßnahmenplan für die B-Plan-Entwicklung an der Gartlage zur Realisierung des Nachwuchsleistungs- und Trainingszentrums des VfL Osnabrück vorzulegen. Die ökologischen Untersuchungen sind unmittelbar zu beauftragen, damit es nicht zu einer Verzögerung um eine Vegetationsperiode kommt. Diese sind im Zeit- und Maßnahmenplan zu dokumentieren.

In diesem Zeit- und Maßnahmenplan sind insbesondere folgende Eck- und Meilensteine zu berücksichtigen:

  • Frühzeitige Bürgerbeteiligung
  • Aufwertung/Renaturierung des Sandbachtals
  • Im Plangebiet Flächen für eine landwirtschaftliche Bewirtschaftung, z. B.im nördlichen Bereich, vorzusehen
  • Sicherung von Biotopen und der Kaltluftzufuhr
  • Nachnutzung der bisherigen Grabelandflächen
  • Verbesserter Verlauf des Radschnellweges
  • Idee für einen neuen Bahnhalt „Gartlage“

 

Es wird keinen Auftrag an die Verwaltung für einen verbindlichen Zeit- und Maßnahmenplan der B-Plan-Entwicklung (Nr. 669) an Gartlage zur Realisierung des Nachwuchsleistungs- und Trainingszentrums des VfL Osnabrück geben.

Falls Untersuchungen/Gutachten erforderlich werden wird der Rat als Auftraggeber der Untersuchungen benannt, damit das Ergebnis der Öffentlichkeit uneingeschränkt zur Verfügung steht.

 

  • Das hochwertige VDS zertifizierte Stadtklimagutachten wird angewendet.
  • Der Sandbach wird in seinem natürlichen Verlauf nicht verändert.
  • Das Habitat der Bechsteinfledermaus bleibt erhalten. Die Feuchtwiesen – als Ursprung der Nahrung der Fledermaus – werden nicht verändert und damit zerstört.
  • Das Sandbachtal, das durch seine Feuchtwiesen Verdunstungskälte für die ganze Stadt produziert, wird nicht trockengelegt und seiner Funktion als „Kühlschrank Osnabrücks“ beraubt.
  • Der Grüne Finger Sandbachtal, der zentrumsnah von der Langen Wand bis vor die Tore der Stadt reicht, wird nicht zerschnitten und verändert, sondern bleibt in Gänze für die Nutzung aller Osnabrücker erhalten.
  • Der Grüne Finger Sandbachtal wird nicht zum Ziel einer gesteigerten verkehrlichen Nutzung.
  • Im Grünen Finger Sandbachtal wird es keine Bebauung geben, die die Luftleitbahnen und damit die Lufthygiene des Stadtgebietes beeinträchtigt.

 

Sachverhalt:

Der Aufstellungsbeschluss für den B-Plan Nr. 669 Am Haster Weg wurde mit Beschluss des VA am 24.11.2020 (VO/2020/6118) gefasst. Zur Stadtklimatischen Bedeutung kommt mit der Fledermaus ein weiteres Schwergewicht, die Biodiversität ins Spiel. Seit dem ist klar geworden, dass es nicht so weitergehen kann. Der Widerstand in Osnabrück wächst von Tag zu Tag. VFL-Fans sind aktiver Teil dieses Protestes geworden. Die Bedeutung der Grünen Finger ist mittlerweile dem überwiegenden Teil der Osnabrücker Bevölkerung bewusst geworden. Das ist nicht zuletzt ein Ergebnis der jüngsten Zeit. Rasant steigende Temperaturen in Osnabrück, die Dürre der letzten Jahre, der stark reduzierte Luftaustausch im Stadtgebiet macht nicht nur Atemwegserkrankten zu schaffen.

Internationale Studien belegen, für die Durchlüftung einer Stadt ist die Sternform, die Osnabrück bereits hat, optimal. Jetzt zeigt uns noch Corona, dass die Freiflächen für Naherholung, Bewegung, Spiel und Spaziergang für Osnabrück bereits jetzt zu knapp bemessen sind.

Die weitere Begründung erfolgt mündlich.

 

gez.

Dr. Ralph Lübbe

Vorsitzender UWG/UFO/bus-Gruppe

 

 

Link zum Originalantrag der SPD-Fraktion

Link zum Änderungsantrag der UWG/UFO/bus-Gruppe

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